Jan Kath Design

Der Bochumer Jan Kath entstammt einer Familie, die bereits in dritter Generation mit Teppichen handelt, und ist weltweit einer der bedeutendsten Designer, wenn es um handgeknüpfte Teppiche geht. Denn Jan Kath hat das Image der Orientteppiche grundlegend revolutioniert, indem er klassische Elemente und traditionelle Technik mit modernem Design verbindet und so mit einer einzigartigen Optik fasziniert.

Reisen als Inspiration

Jan Kath Design Logo

Jan Kath Design Logo

Die Inspiration für seine Designs erhält Jan Kath durch seine zahlreichen Reisen, z. B. nach Paris, Sydney, New York oder in große Metropolen, und durch seine Heimat, dem Ruhrgebiet. Bereits im Alter von 20 Jahren reist er nach Indien und Nepal, wo er unter anderem als Entwickler und Qualitätskontrolleur für Tibet-Teppiche erste Erfahrungen sammeln kann. 1996 erhält Jan Kath das Angebot, eine Teppichknüpferei in Kathmandu/Nepal zu übernehmen, womit der Grundstein seines Unternehmens gelegt wird.

Handgefertigte, hochwertige Orientteppiche

Bewusst hat sich Jan Kath 1996 gegen Massenware und für eine höhere Preisklasse entschieden. In einer ehemaligen Fabrikhalle befindet sich die Kreativabteilung mit „Show-Room“. Hier können sich die Kunden Muster und Farben aussuchen können. Die Teppiche werden individuell und zeitintensiv per Hand nach dem Wunsch der Kunden, zu denen arabische Königshäuser oder internationale Modelabels, aber auch Bill Clinton oder Bruce Willis zählen, gefertigt. Dabei werden ausgesuchte Naturmaterialien wie handversponnene tibetische Hochlandwolle und chinesische Seide oder Brennnesselfasern verwendet. Die rund 1200 Farben sind ökologisch getestet und stammen aus der Schweiz. Die Produktionsstätten befinden sich in Kathmandu/Nepal, in Bangkok/Thailand oder im Atlasgebirge in Marokko, wo insgesamt etwa 2000 Knüpfer tätig sind. Jan Kath legt viel Wert auf eine traditionelle Fertigung, weshalb alle Teppiche von Hand geknüpft werden. Er lehnt Fließbandarbeiten, unfaire Löhne oder Kinderarbeit ab und sorgt für eine Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter.
Jan Kath und Teppiche gehören untrennbar zusammen und wer sich nicht unbedingt für Perserteppiche interessiert, aber einen handgeknüpften Teppich in einer modernen Version sucht, wird bei Jan Kath bestimmt fündig. Die einzigartige Haptik ensteht durch die Verwendung von Wolle, Seide und Brennessel und durch die optische Verbindung alter, wie abgenutzt aussehender Teile mit neuen Stücken. Die Teppichkollektionen von Jan Kath spiegeln alte Handwerkskunst und moderne Interpretationen wider. Typische Teppichknüpfkunst aus Nepal und Indien verbindet Jan Kath mit Mustern aus dem Computer. Die überwältigenden Farben und beeindruckenden Muster erinnern kaum noch an althergebrachte Teppiche, Bilder wie ein Graffiti und der tolle Farbverlauf machen diesen Teppich zu einem besonderen Blickfang. Mittlerweile gehören viele Prominente zu den Kunden von Jan Kath, und da werden auch viele Teppiche nach Kundenwünschen gefertigt. Sein Handwerk hat Jan Kath eher durch Zufall gelernt, bei einer Reise durch Asien lernte Nepal und Indien besser kennen und wollte unbedingt dort bleiben. Mit 21 Jahren wird er Qualitätskontrolleur für tibetanische Teppiche und lernt alles was wichtig ist in der Firma eines deutschen Unternehmers. Es folgt die Übernahme einer eigenen Teppichknüpferei, wo er sich von nun an auch um das Design kümmert. Mittlerweile gelten seine Teppiche als wahre Kunststücke, und als Meister seines Faches entwarf er auch den roten Teppich für die Hochzeit von Fürst Albert von Monaco und Charlene Wittstock.

Am liebsten möchte man sich den Teppich jedoch an die Wand hängen, bloß nicht schmutzig werden lassen oder gar ein Brandloch einer Zigarette sehen! Erstens hat so ein Teppich von Jan Kath seinen Preis, und zweitens ist er wohl auch eine Anschaffung fürs Leben. Da die Designs zeitlos sind, aber abseits vom klassischen Teppich-Design angesiedelt sind, passen sie perfekt zu modernen Möbeln. Und natürlich ist so ein Teppich auch für den Fußboden gemacht, mit 300000 Knoten je Quadratmeter und dem hohen Anspruch an Qualität hält so ein Teppich ein Leben lang. Zudem werden alle Teppiche unter ökologischen Gesichtspunkten produziert, von der Auswahl der Wolle, den Arbeitsbedingungen der Teppichknüpfer und dem Färben der Fasern muss alles unter diesen Gesichtspunkten geschehen. Wenn ich so sehe, was mein Teppich aber alles so aushalten muss, werde ich ihn wohl doch bald an die Wand hängen. Denn bis in die Kunstausstellung in Frankfurt/Main haben es die Teppiche von Jan Kath auch schon geschafft.

 

Mehrfach ausgezeichnete Kreationen

Für seine unvergleichbaren Kreationen hat Jan Kath bereits viele Preise und Auszeichnungen, wie z. B. Red Dot oder den Carpet Design Award, erhalten. Aber auch in verschiedenen Museen (z. B. das Frankfurter Museum für angewandte Kunst, das Riga Bourse Kunstmuseum) sind seine Teppiche bereits ausgestellt worden.

Das Jan-Kath-Selbstverständnis

FAIRE LÖHNE UND GUTE ARBEITSBEDINGUNGEN SIND FÜR JAN KATH SELBSTVERSTÄNDLICH. GEMEINSAM MIT DEM LABEL STEP VERPFLICHTET SICH JAN KATH, IN SEINEN TEPPICHMANUFAKTUREN STRENGE SOZIALE UND ÖKOLOGISCHE STANDARDS EINZUHALTEN.

STEP wurde 1995 als unabhängige Nichtregierungsorganisation von renommierten Hilfswerken wie „Brot für die Welt“, „Caritas“ und „Swissaid“ gegründet und ist in allen wichtigen Teppichherkunftsländern vor Ort aktiv: in Afghanistan, Indien, Iran, Kirgistan, Marokko, Nepal, Pakistan und in der Türkei. Unabhängige Inspektoren kontrollieren vor Ort regelmäßig die Arbeitsbedingungen.

STEP berechnet, basierend auf aktuellen Marktpreisen, den Lohn, den die Knüpferinnen und Arbeiter für sich und ihre Familien benötigen, um ihre Ausgaben für Ernährung, Gesundheit, Wohnen, Energie, Kleidung und Bildung zu decken. STEP und JAN KATH akzeptieren keine missbräuchliche Kinderarbeit. Der faire Handel mit seinen strengen Kontrollen verhindert aber nicht nur Kinderarbeit, er bekämpft mit guten Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen auch deren Ursachen und schafft Perspektiven. Denn nur wenn die Arbeiter genug verdienen, um für ihre Familien eine sichere Lebensgrundlage zu schaffen, können sie es sich leisten, ihre Kinder statt zur Arbeit in die Schule zu schicken.

„Ich habe selbst viele Jahre in Nepal und in der Mongolei gelebt und gearbeitet“, erklärt Jan Kath. Er fühlt sich mit den Menschen vor Ort verbunden und besucht monatlich die Produktionen. „Natürlich ist es eine moralische Verpflichtung. Aber es liegt auch in unserem eigenen Interesse als Unternehmen, dafür zu sorgen, dass die Arbeitsbedingungen stimmen. Wir richten Kindergärten ein, damit der Nachwuchs unserer Mitarbeiter nicht zwischen den Knüpfstühlen spielt. Das bringt die nötige Konzentration und Ruhe in die Produktion, denn viele unserer Designs sind äußerst kompliziert zu knüpfen. Außerdem wollen wir das Handwerk attraktiv halten, weil wir viele motivierte Fachkräfte benötigen, heute und auch in der Zukunft.“

Eine große Marke!

Jan Kath Design GmbH
Friederikastr. 148
44789 Bochum

Telefon: 0234 9412344
www.jan-kath.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.